Wolfgang Kreissl-Dörfler

Diese Frage stellte der SPD-Kreisverband Bad Tölz-Wolfratshausen zum diesjährigen Empfang am 20. Oktober. Wolfgang Kreissl-Dörfler (Foto), Mitglied des Europäischen Parlaments, hielt in seiner Festrede vor rund 70 Parteimitgliedern und Gästen ein eindringliches Plädoyer für Europa.

Scharf kritisierte Wolfgang Kreissl-Dörfler die derzeitige Krise im Euro-Raum: „Wir haben keine Krise des Euro, sondern eine veritable Krise der Regierenden, die nicht in der Lage sind, mit der Situation umzugehen.“ Für die Zukunft Europas sieht er zwei Möglichkeiten: Entweder die Europäische Union zerfalle immer mehr oder wir vertiefen Europa. Dazu gehöre es, anderen Ländern den Beitritt nicht länger zu verwehren.

Er warnte eindringlich vor einer Zersplitterung und den Rückfall in Nationalstaatlichkeiten. „Wir müssen das, was uns wichtig ist bewahren und dürfen nie aufhören, daran weiter zu arbeiten.“ Das bedeute nicht Gleichschaltung sondern die Bewahrung der Werte Europas: Menschenrechte, Demokratie, Frieden und Freiheit.

Sein Fazit: Die Europäische Union hat alle Chancen die aktuelle Krise zu überwinden und sich weiterzuentwickeln. „Jeder muss etwas hergeben, um etwas zurückzubekommen.“

Im feierlichen Rahmen wurden nach der Festrede von Wolfgang Kreissl-Dörfler zwei Parteimitglieder geehrt, die seit 50 Jahren der SPD die Treue halten: Friedrich Müller aus Geretsried und Johann Geiger aus Benediktbeuern, der aus gesundheitlichen Gründen leider nicht persönlich anwesend sein konnte. Nach einer kleinen Laudatio überreichte die Kreisvorsitzende Friedrich Müller eine Urkunde, eine goldene Parteinadel und ein Buchgeschenk (Foto).

Zum Ausklang des Abends im Krämmel-Foyer konnten sich die Gäste an einem kleinen griechischen Bufett stärken und noch lange miteinander Gedanken austauschen. (Text Gabriele Skiba, Fotos Michael Schnell)


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