Der Bundestagsabgeordnete aus Kochel kam am Sonntag, 13. Februar 2011 zum Frühschoppen in den Kirchenwirt, Mitterdarching, Valley. Neben den Mitgliedern des sonntäglichen Stammtisches berichtete der Parlamentarier Mitgliedern einer Besuchergruppe des Berliner Bundestages über den Wochen- und Abstimmungsablauf im Deutschen Bundestag und seine Arbeitsschwerpunkte im Wirtschafts- und Außenpolitischen Ausschuss.
Auf Fragen und Rückfragen ging er auf die Praxis von europaweiten Ausschreibungen ein und verwies auf die lokale Gestaltungsmöglichkeit regionaler, ökologischer und sozialer Kriterien, sowie der Möglichkeit bei entsprechender politischer Mehrheit dies auch in Europa oder auf Bundesebene gesetzlich unmittelbar umzusetzen. Er rügte, dass nach der Finanzkrise dem galoppierenden internationalen Finanzkapital immer noch keine ausreichenden politischen Grenzen gesetzt worden sind und auch in Deutschland keine Transaktionssteuer zustande kam. Viele Entscheidungen der schwarz-gelben Bundesregierung brachten Steuererleichterungen für Hoteliers und Schlupflöcher in der Gewerbesteuer,  aber Belastungen für Arbeitnehmer sowie Rentner im Gesundheits- und Sozialbereich.
Auch die Wirtschaftskrise verschärfte die schiefe Verteilung des privaten Reichtums in der Bundesrepublik und schuf zusätzlich öffentliche Schulden, die überwiegend von den Schwachen dann noch geschultert werden müssen.

Auf den Einwurf, die Mehrheit der Bürger wollten eine andere Politik und auch keinen Krieg in Afghanistan, entgegnete Barthel, es genüge offenbar nicht, dass er persönlich gegen die Entscheidungen für den Afghanistankrieg gestimmt und die SPD als Oppositionsfraktion mit 23% Wählerstimmen insgesamt eine alternative und sozial gerechtere Politik anstrebt, wenn die zur Wahl gehenden Bürger mehrheitlich den Parteien ihre Stimmen geben, deren Politik sie gleichzeitig grundsätzlich kritisieren.


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